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Liebe Bauern - was ich verstanden habe

 

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Die Kommentare auf den Artikel „Liebe Bauern“ haben mich nachdenklich gemacht. Wenn ich von Konfrontation (lat. confrontatio = Gegenüberstellung) gesprochen habe, dann sicherlich nicht in Bezug auf unsere Kunden, unsere Verbraucher. Da ist nur Aufklärung angesagt, weil ein großer Teil unserer Mitmenschen einfach nicht mehr wissen, wie wir heute Landwirtschaft betreiben. Woher denn auch? Dieses Wissensdefizit müssen wir füllen, und zwar so, dass wir verstanden werden. Dort, wo Vertrauen verloren gegangen sein ist, müssen wir dieses wiederherstellen. Wir sollten unseren Kritikern offen gegenübertreten und mit ihnen den Dialog suchen.

Vorige Woche habe ich mit Greenpeace-Mitarbeitern gesprochen, das war nicht lustig. Es waren von beiden Seiten sehr unversöhnliche Positionen, die gegenüberstanden. Ich habe sie schließlich auf meinen Hof eingeladen und ihnen die Kontaktdaten gegeben, aber bis heute keine Antwort erhalten. Dialog muss halt auch von beiden Seiten gewollt sein.

Ein Kommentator hat Martin Luther King zitiert: „Auge um Auge macht schließlich alle blind“. Recht hat er. Allzu oft reagieren wir Landwirte auf die – aus unserer Sicht unberechtigten -, Vorwürfe mit den immer gleichen Argumenten. So wie unsere Kritiker. Wir Bauern sind zudem nicht immer selbstkritisch genug, um uns auf den Stuhl des Gegenübers zu setzen und vorübergehend seine Sichtweise einzunehmen. Wir reagieren trotzig, weil wir ja davon überzeugt sind, dass unser Tun richtig ist, dass wir keine Fehler machen und schwingen – sprichwörtlich – die verbale Keule.

Öffentlichkeitsarbeit ist für uns oft ein Verteidigen der eigenen Position, weil wir fürchten zu verlieren. Wir müssen heraus aus unserem Wagenburg-Denken. Wir wollen – mit Recht -, den gesellschaftlichen Respekt und die Hochachtung, die uns, wie jedem anderen unserer Mitbürger, zusteht. Wir stehen selbstbewusst zu dem, was wir jeden Tag machen. Wir sind uns nicht zu stolz und zu schade, uns in einer hochtechnisierten Welt mit hohem Aufwand an Stunden, Kapital und Wissen, die Hände dafür schmutzig zu machen, dass unsere Mitbürger von uns qualitativ hoch-wertige und preis-werte Lebensmittel fordern und erhalten. Und zwar zu dem Preis, der es uns ermöglicht, vernünftig, kostendeckend und nachhaltig wirtschaften zu können.

Zurück zur Öffentlichkeitsarbeit. Nein, ich will keine neue CMA , keine steife Organisation mit Geschäftsführer, vielen Hierarchien und ausgefeiltem Organigramm. Ich, Bauer Willi, wünsche mir eine Truppe von bis in die Haarwurzel motivierten Menschen, die die Arbeit für uns macht, die wir Bauern aus vielen Gründen nicht leisten können. Sei es aus Arbeitsüberlastung, weil uns die richtigen Worte fehlen oder wegen mangelnder Motivation.

Deshalb brauchen wir Profis, die etwas von Kommunikation verstehen. Die herausfinden, wo die Defizite sind und diese Defizite füllen. Um es mit einem Bild zu sagen (das habe ich von Alois): „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“. Diese Profis müssen in einer sympathischen, vielleicht auch humorvollen und witzigen Art unsere Inhalte vermitteln. Ob uns Landwirten die Werbesprüche gefallen oder nicht, ob auf dem Plakat oder dem Werbespot ein Huhn, ein Schwein oder eine Kuh zu sehen ist, ist doch völlig belanglos. Wichtig ist einzig und allein, dass unsere Botschaft beim Verbraucher ankommt. Ihm muss unsere Werbung gefallen. Und wir dürfen auch nicht jeden flotten Spruch in die einzelnen Wortbestandteile zerlegen und daran herumkritisieren. Wir verstehen nichts von Werbung! Wir sind Bauern und verstehen was von Landwirtschaft.

Denken Sie mal über folgenden Spruch nach: „Wir Bauern machen Mist. Und düngen damit organisch“. Was sagt dieser Spruch aus? Wir sind selbstkritisch, wir haben Humor, und wir handeln umweltbewusst. Drei Eigenschaften in einem einfachen Satz. Aber auch mit dem Nachteil, dass wir wieder über uns selbst reden. (Nein, das soll jetzt nicht der Werbespruch für uns Landwirte werden. War nur so eine Idee von mir, ein Beispiel zur Verdeutlichung)

Dass es besser geht, habe ich auch in den letzten Tagen gelernt. Es gibt bereits eine Initiative, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Bild von uns Landwirten in der Öffentlichkeit zu verändern. Im Radio, mit Spots für die Landwirtschaft. Jeder Spot 30 Sekunden und es kommen nur Verbraucher zu Wort, die sich über uns Landwirte positiv äußern. Und immer endet der Spot mit der Aussage einer Lehrerin, eines LKW-Fahrers, einer Studentin oder eines Geschäftsmannes mit dem gleichen Satz:

Ich vertraue der heimischen Landwirtschaft“

Das ist positiv, das ist sympathisch. Und es ist einfach. Er grenzt auch niemanden aus. Er gilt für alle Formen der Landwirtschaft, ob groß, ob klein, ob bio oder konventionell, ob Allgäu oder Mecklenburg-Vorpommern. Finanziert wird dieses Projekt primär von Landwirten. Aber es haben sich auch Sponsoren gemeldet, die die Öffentlichkeitsarbeit dieser Landwirte unterstützen, weil sie die Arbeit gut und wichtig finden. Ich finde diese Initiative auch gut und werde mitmachen, auch wenn sie, meiner persönlichen Meinung nach, noch etwas selbstkritischer und pfiffiger sein könnte. Aber ich verstehe ja nichts von Werbung.

Deshalb: Alle die wollen, dass sich das Bild von uns Landwirten ändert, sollten sich bei www.heimischelandwirtschaft.de anmelden. Nicht reden, handeln!

Ich will euch nicht zum Nachdenken bringen…Drei Buchstaben verändern die Welt: T U N

Euer Bauer Willi

 

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